Rosa Stallbaumer

geboren 30.11.1897 in Sillian-Arnbach
gestorben 23.11.1942 im KZ Auschwitz

Rosa Stallbaumer gehörte zu einer Gruppe von Gleichgesinnten, die nach dem «Anschluss» Österreichs an das Deutsche Reich Jüdinnen und Juden beherbergten und ihnen beim Grenzübertritt nach Italien Hilfe leisteten. 1942 wurde die Gruppe verraten und ihre Mitglieder von der Gestapo ausgehoben. Einige der Fluchthelfer, so auch Rosas Ehemann Anton Stallbaumer, wurden zu Haft- und Geldstrafen verurteilt. Das Verfahren gegen Rosa Stallbaumer wurde eingestellt, allerdings wurde sie nach der Gestapohaft ins KZ Dachau und später ins KZ Auschwitz überstellt. Während alle anderen Fluchthelfer nach längeren Gefängnis- und KZ-Aufenthalten noch vor Kriegsende wieder frei kamen, wurde Rosa Stallbaumer am 23. November 1942 im KZ Auschwitz ohne Angabe genauerer Umstände als verstorben gemeldet.

Rosa Stallbaumer

Hormayr, «Die Zukunft wird unser Sterben einmal anders beleuchten», S. 190-194.
Zeugen des Widerstandes, S. 93f.
Kofler, Osttirol, S. 136f.
Kunzenmann, Rosa Stallbaumer, Einlageblatt o.S.

http://www.eduard-wallnoefer-platz.at/biografie/Rosa+Stallbaumer/98
Abgerufen am: 14.11.2018