Ferdinand Eberharter

geboren 25.2.1918 in Kaltenbach
gestorben 3.5.1945 in Schwaz

Ferdinand Eberharter maturierte 1937 am Akademischen Gymnasium in Innsbruck und meldete sich beim Bundesheer als Einjährig-Freiwilliger. Als Wehrmachtsoldat wurde er bei einem Einsatz in Norwegen schwer verletzt. Als Kriegsbeschädigter absolvierte er in einem Studienurlaub das Studium der Bodenkultur und wurde Forstingenieur. Eberharter, der aus seiner Gegnerschaft zum Nationalsozialismus nie einen Hehl machte, kam 1944 in Kontakt mit der Tiroler Widerstandsbewegung. Er stellte die Verbindung zu Zillertaler Partisanengruppen her und wurde Ende April 1945 mit der Führung von Einheiten im Kampf gegen die SS beauftragt. Im Zuge einer Einsatzfahrt wurde er am 3. Mai 1945 bei Schwaz von einer durch SS-Männer geworfene Handgranate tödlich verletzt.

Hormayr, «Die Zukunft wird unser Sterben einmal anders beleuchten», S. 228-230.
Zeugen des Widerstandes, S. 24f.
Tiroler Landesarchiv, Opferfürsorgeakt Anna Eberharter.
Widerstand und Verfolgung in Tirol 2, S. 528f, 533.

https://www.eduard-wallnoefer-platz.at/biografie/Ferdinand+Eberharter/22
Abgerufen am: 16.05.2021