Franz Gruber

geboren 26.10.1906 in Innsbruck
gestorben 1.7.1943 in unbekannt

Franz Gruber war bis zum Verbot der Partei im Jahre 1934 sozialdemokratisch organisiert. In den folgenden Jahren machte er sich mit den Ideen des Kommunismus vertraut. 1940 rückte er zur Wehrmacht ein und nahm am Frankreichfeldzug teil. Am 1941 beginnenden Krieg gegen die Sowjetunion wollte er sich allerdings nicht mehr beteiligen. Als Gruber an die russische Front versetzt werden sollte, desertierte er 1941 nach einem Jahr Wehrdienst. Im Mai 1942 wurde er im Ötztal verhaftet, nach Mannheim gebracht und dort durch das Militärgericht wegen Fahnenflucht, Urkundenfälschung, unbefugten Tragens einer Uniform und wegen Zersetzung der Wehrkraft zu achteinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Haftstrafe sollte aber erst mit Kriegsende wirksam werden. Bis dahin wurde Franz Gruber in das Militärstraflager Börgermoor im Emsland eingewiesen, wo er am 1. Juli 1943 als verstorben gemeldet wurde.

Zeugen des Widerstandes, S. 37.
Tiroler Landesarchiv, Opferfürsorgeakt Johann Parth.
Widerstand und Verfolgung in Tirol 2, S. 533.

https://www.eduard-wallnoefer-platz.at/biografie/Franz+Gruber/36
Abgerufen am: 01.12.2021