Franz Mair

geboren 29.10.1910 in Niederndorf bei Kufstein
gestorben 6.5.1945 in Innsbruck

Als Lehrer für Englisch und Deutsch beeinflusste der «Freigeist» Franz Mair seine Schüler im Akademischen Gymnasium im antinationalsozialistischen Sinn. Einige von ihnen schlossen sich nach der Matura Widerstandsgruppen an. Im März 1944 wurde Mair von der Gestapo festgenommen und wegen Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung angeklagt. Zwei Monate später wurde er entlassen und im Dezember vor dem Volksgerichtshof in Passau freigesprochen. Mair bildete eine eigene Widerstandsgruppe, die aus ehemaligen Schülern bestand. Er brachte einen französischen Agenten samt einer Funkanlage bei einem Bauern in Ellbögen unter und unterstützte Deserteure. Bei der Befreiung Innsbrucks am 3. Mai 1945 unmittelbar vor dem Zusammenbruch des NS-Regimes wirkte Mair mit seiner Gruppe mit. Dabei wurde er vermutlich von einem SS-Mann bei der Absicherung des Landhauses in der Maria- Theresienstraße angeschossen. Drei Tage später verstarb Mair an den Folgen seiner schweren Verletzung. Am 8. Mai 1946 enthüllte Landeshauptmann Alfons Weißgatterer am Alten Landhaus in Innsbruck eine Gedenktafel, die an den österreichischen und Tiroler Widerstand im Allgemeinen sowie an Prof. Dr. Franz Mair im Besonderen erinnert.

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Franz Mair

Schreiber, Franz Mair.

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Abgerufen am: 14.12.2018