Franz Reinisch

geboren 1.2.1903 in Feldkirch
gestorben 21.8.1942 in Berlin-Brandenburg

Franz Reinisch begann im Herbst 1923 sein Theologiestudium und wurde 1928 in Innsbruck zum Priester geweiht. Zwei Jahre später trat er in den Pallottinerorden ein. Seine seelsorglichen Aufgaben führten ihn in viele Orte Deutschlands und Österreichs. In seinen Predigten und Reden vertrat er eine ablehnende Haltung gegenüber der NS-Ideologie. Im September 1940 erhielt er deshalb ein für das ganze Deutsche Reich geltendes Redeverbot. Im April 1941 wurde Reinisch in die Wehrmacht einberufen. Reinisch meldete sich umgehend bei der Stellungskommission, um seiner Entscheidung, den Treueeid auf Hitler zu verweigern, Ausdruck zu verleihen. Er wurde daraufhin festgenommen und am 7. Juli 1942 wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilt. In seiner Schlusserklärung befürwortete Reinisch zwar den Kampf gegen den «Bolschewismus», warf dem NS-Regime aber vor, dass es mit seiner kirchenfeindlichen Politik selbst bolschewistisch handle. Pater Franz Reinisch wurde am 21. August 1942 in Berlin-Brandenburg enthauptet. Er war der einzige Priester Deutschlands, der den Eid auf Hitler verweigerte und deshalb hingerichtet wurde.

Beitrag Freies Radio zu Franz Reinisch

Franz Reinisch

Brantzen, Pater Franz Reinisch.
Zeugen des Widerstandes, S. 80-83.
Köck, P. Franz Reinisch SAC, S. 107-120.
Widerstand und Verfolgung in Tirol 2, S. 509f.

https://www.eduard-wallnoefer-platz.at/biografie/Franz+Reinisch/83
Abgerufen am: 01.12.2021