Johann Blassnig

geboren 28.8.1922 in Hopfgarten/Defereggen
gestorben 28.8.1944 in Ditro/Ostungarn

Blassnig war der jüngste Sohn des Schmiedemeisters Hyazinth Blassnig beim Stampf in Hopfgarten. Im Oktober 1941 wurde er zu den Gebirgsjägern nach Villach einberufen. Zu Beginn des Jahres 1942 kam er mit seiner Einheit nach Norwegen und wurde bald darauf an die Ostfront in die Nähe von Stalingrad versetzt. Nach einer schweren Verwundung im Jahre 1942 konnte er einen kurzen Urlaub in der Heimat verbringen. Während eines erneuten Einsatzes an der Ostfront versuchte Blassnig, sich gemeinsam mit einigen Kameraden in das Hinterland abzusetzen, wurde jedoch von der Feldgendarmerie festgenommen und als Deserteur am 8. Dezember 1943 dem Kriegsgericht vorgeführt. Einer Eintragung der Gendarmeriechronik Huben zufolge lautete das Urteil auf acht Jahre Haft, abzubüßen nach Kriegsende. Blassnig wurde der Bewährungskompanie der 1. Panzer-Armee/46. Infanteriedivision zugeteilt und starb an seinem 22. Geburtstag bei Kampfhandlungen im östlichen Ungarn.

Gendarmeriechronik Huben, 31.12.1943.
«Heldenbuch» der Gemeinde Hopfgarten/Defereggen.
Auskunft WASt (Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht), 10.6.2015.

https://www.eduard-wallnoefer-platz.at/biografie/Johann+Blassnig/12
Abgerufen am: 25.09.2021