Johann Desch

geboren 29.7.1897 in Mariatal bei Kramsach
gestorben 25.8.1940 im KZ Dachau

Johann Desch gehörte zu den Zeugen Jehovas und lebte in Maurach am Achensee. Er wurde im Jänner 1939 zur Musterung einberufen, verweigerte aber die Unterschrift unter den Wehrpass. Am 23. Jänner 1939 wurde er deswegen verhaftet und zwei Monate später in das KZ Dachau eingeliefert, wo er auf seinen Bruder Franz Desch traf. Diesem hatte Johann Desch selbst am 31. August 1938, als Franz einberufen wurde, zugesprochen, den Wehrdienst zu verweigern. Im September 1939 wurden die Brüder mit anderen Häftlingen nach Mauthausen überstellt, wo man ihnen die Freilassung anbot, falls sie die Regierung anerkennen und im Kriegsfall Deutschland mit der Waffe verteidigen würden sowie sich einer Betätigung für die Bibelforscher enthalten. Die Brüder Desch verweigerten dies. Johann Desch war bereits geschwächt und wurde mit mehreren Invaliden wieder nach Dachau gebracht, wo er am 25. August 1940 an den Folgen der Unterernährung starb.

Jehovas Zeugen Österreich, Geschichtsarchiv, Auskunft zu Johann Desch, Personenunterlagen Josef Hechenblaikner.
Tiroler Landesarchiv, Opferfürsorgeakt Berta Desch.
Widerstand und Verfolgung 2, S. 379-382.
Achrainer, Zeugen.

https://www.eduard-wallnoefer-platz.at/biografie/Johann+Desch/21
Abgerufen am: 28.11.2020