Johann Schroffner

geboren 10.5.1891 in Thalgau (Salzburg)
gestorben 14.4.1940 im KZ Buchenwald

Johann Schroffner trat nach seiner Matura in das Salzburger Priesterseminar ein und wurde 1915 zum Priester geweiht. Bis 1931 war er als Kooperator in zahlreichen Salzburger und Tiroler Gemeinden tätig, ehe er 1936 mit einer eigenen Pfarre in Oberndorf betraut wurde. Schroffner war ein glühender Anhänger von Bundeskanzler Engelbert Dollfuß und Mitglied der Vaterländischen Front. Dass sein politisches Engagement für das austrofaschistische Regime von starkem Fanatismus getragen wurde, lässt ein Brief Schroffners an einen Vorgesetzten aus dem Jahr 1936 erahnen: «Dr. Dollfuß wollte ein katholisches Österreich, nicht ein Österreich, in dem die freisinnigen Hanswursten wieder die Oberhand gewinnen. Dagegen wehre ich mich mit aller Kraft.» Dieser Einstellung schwor er auch nach der NS-Machtergreifung nicht ab. Seine Äußerung «Man soll lieber die Parteibonzen in die Kanonen stecken und dem Göring in den Hintern schießen», führte am 2. August 1939 zu seiner Verhaftung. Von Innsbruck aus wurde Schroffner ins KZ Dachau überstellt und später in das KZ Buchenwald deportiert. Dort starb er in der Bunkerhaft qualvoll an einer Benzininjektion und den Folgen der erlittenen Misshandlungen.

Johann Schroffner

Engelmann/Hintermaier, Johann Schro ffer, S. 267-280.
Zeugen des Widerstandes, S. 87.
Widerstand und Verfolgung in Tirol 2, S. 326 und 346.

https://www.eduard-wallnoefer-platz.at/biografie/Johann+Schroffner/93
Abgerufen am: 27.02.2020