Josef Axinger

geboren 25.10.1871 in Michaels-Neukirchen (Oberpfalz)
gestorben 3.8.1944 in München-Stadelheim

Josef Axinger übersiedelte im Juni 1928 von Deutschland nach Axams, wo er als selbstständiger Friseurmeister arbeitete. Er war Mitglied der SPD, später der SPÖ. Von 1934 bis 1938 betätigte er sich in der illegalen sozialistischen Organisation von Axams. Dem NS-Regime, das in ihm einen «eingefleischten Marxisten» sah, stand er von Anfang an ablehnend gegenüber. Am 14. September 1943 wurde Axinger auf Anordnung der Gestapo in die Polizeihaft nach Innsbruck eingeliefert. Vom 24. September 1943 bis 7. April 1944 befand er sich im landesgerichtlichen Gefangenenhaus, danach wurde er nach München-Stadelheim überstellt. Axinger hatte Feindsender gehört und in Axams Flugblätter der Alliierten verbreitet, die er anlässlich seines Besuches der Tochter in Amberg (Oberpfalz) gefunden und mitgenommen hatte. Darin wurde zum Sturz Hitlers aufgerufen und der unausweichliche Sieg der Alliierten verkündet. Der Volksgerichtshof verurteilte ihn aufgrund der Hauptverhandlung am 12. April 1944 wegen Feindbegünstigung zum Tode. Josef Axinger wurde am 3. August 1944 in München-Stadelheim hingerichtet.

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Josef Axinger

Online-Datenbank. DeGruyter. Anklage 8J 212/43 und Urteil 6H 31/44 -- 7(8)J 212/43.
Hormayr, «Ich sterbe stolz und aufrecht», S. 141-151.
Muigg/Ortner, Sozialdemokratischer Widerstand in Tirol, S. 213-221.

https://www.eduard-wallnoefer-platz.at/biografie/Josef+Axinger/9
Abgerufen am: 14.12.2018