Josef Zeisser

geboren 17.2.1892 in Kirchbichl
gestorben 4.11.1942 im KZ Flossenbürg

Josef Zeisser war Zimmermann und lebte mit seiner Familie in Kirchbichl. Er verlor vermutlich in der Folge der Februarkämpfe 1934 in Wörgl seine Arbeit im Häringer Bergbau und verrichtete in den nächsten Jahren Gelegenheitsarbeiten als Kesselflicker bei den Bauern der Umgebung. Als 1938 die Alpenelektrowerke AG mit dem Bau des Kraftwerks in Kirchbichl begann, fand Zeisser dort in seinem angestammten Beruf als Zimmermann Beschaftigung. Über die Hintergründe und die genauen Umstände seiner Verhaftung ist nichts bekannt. Nach kurzer Gestapo-Haft in Innsbruck scheint Zeisser ab dem 28. April 1941 im KZ Flossenbürg auf: als politischer Häftling. Er verstarb im November 1941 an «Herz- und Kreislaufschwäche». Seine Ehefrau Rosa blieb mit neun Kindern unversorgt zurück, Sohn Josef fiel im Alter von 19 Jahren an der Ostfront, Tochter Maria überlebte das KZ Ravensbrück.

Archiv der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.
Archiv der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.

https://www.eduard-wallnoefer-platz.at/biografie/Josef+Zeisser/124
Abgerufen am: 01.12.2021