Karl Killinger

geboren 2.7.1901 in Pabneukirchen (Oberösterreich)
gestorben 19.1.1940 im KZ Mauthausen

Karl Killinger wurde am 16. Februar 1939 als Zeuge Jehovas verhaftet und bereits am 24. März in das Konzentrationslager Dachau gebracht. Von dort kam er am 24. September 1939 in das Konzentrationslager Mauthausen. Erwin Gostner berichtet in seinem Buch «1000 Tage im KZ» über eine Begegnung mit Killinger, den er aus Hall kannte, in Mauthausen. «Als ich am Abend vor ihm stehe», schreibt Gostner, «bin ich erstaunt über den Verfall des ehemaligen Schmiedes. Aber weil er so ein starker Mensch ist, setzen ihm die Hungerkost und die schwere Arbeit (Gostner traf ihn beim Holzfällen an, Anm.) besonders zu. Trotzdem hält er an seinem Glauben fest. Ich denke an seine Frau und an den kleinen Buben, welche zu Hause auf ihn warten und rede ihm gut zu. Da wird er böse und wirft mich beinahe aus seinem Block. – Nach drei Wochen stirbt er im Lager an einer Lungenentzündung, die er sich beim Holzfällen geholt hat.»

Jehovas Zeugen Österreich, Geschichtsarchiv, Personenunterlagen Karl Killinger.
Gostner, 1000 Tage im KZ, zitiert in Widerstand und Verfolgung 2, S. 378.

https://www.eduard-wallnoefer-platz.at/biografie/Karl+Killinger/50
Abgerufen am: 01.12.2021