Nikolaus Schwarz

geboren 28.2.1898 in Fließ
gestorben 10.2.1944 in München-Stadelheim

Nikolaus Schwarz war Bediensteter der Bundesbahnen und von 1934 an in Kirchberg eingesetzt; 1939 versetzte ihn die Deutsche Reichsbahn nach Bruck an der Glocknerstraße und schließlich nach Salzburg. Im Reichsbahnlager Parsch bei Salzburg kam Schwarz in näheren Kontakt zu französischen Kriegsgefangenen. Er verfasste im März 1943 einen Aufruf, der sich offenbar an Kriegsgefangene richtete. Sie wurden darin aufgefordert, in der «Stunde der Abrechnung» mit den Österreichern gegen die «Nazi- und Hitlerbanditen» anzutreten. Schwarz ließ diesen Aufruf von einem Kriegsgefangenen ins Französische übersetzen. Durch Zufall fiel das Schreiben der Kriminalpolizei in die Hände. Nikolaus Schwarz wurde am 3. Dezember 1943 vom 6. Senat des Volksgerichtshofes wegen Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod verurteilt; das Urteil wurde am 10. Februar 1944 in München-Stadelheim vollstreckt.

Online-Datenbank. DeGruyter. Urteil 6H 185/43 -- 8J 132/43g.
Hormayr, «Ich sterbe stolz und aufrecht», S. 59f.
Zeugen des Widerstandes, S. 88.

https://www.eduard-wallnoefer-platz.at/biografie/Nikolaus+Schwarz/95
Abgerufen am: 27.02.2020