Oskar Pfeifer

geboren 1.3.1892 in Imst
gestorben 4.5.1945 in Zams

Oskar Pfeifer war Anfang Mai 1945 in Imst kurz vor dem Einmarsch der US-amerikanischen Truppen freiwillig als Ordner eingesetzt, um Terror- und Zerstörungsakte der Nationalsozialisten zu verhindern. In der Stadt hatte sich das Gerücht verbreitet, dass durch Terroraktionen der Nationalsozialisten das weitere Vorrücken der Alliierten, die bereits bis zum Fernpass vorgedrungen waren, verhindert werden sollte. Als am 1. Mai ein Holzschuppen des Steueramtes am Stadtplatz in Brand geriet, kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Parteianhängern und Teilen der Bevölkerung. Dabei gerieten der Bannführer der Hitlerjugend und Pfeifer aneinander. Im Zuge der Streitigkeiten wurde Oskar Pfeifer durch einen Kopfschuss so schwer verletzt, dass er wenige Tage später am 4. Mai 1945 im Krankenhaus Zams seinen Verletzungen erlag.

Hormayr, «Die Zukunft wird unser Sterben einmal anders beleuchten», S. 221f.
Tiroler Landesarchiv, Opferfürsorgeakt Barbara Pfeifer.

https://www.eduard-wallnoefer-platz.at/biografie/Oskar+Pfeifer/75
Abgerufen am: 19.05.2022